Kampnagel: New Yorker Choreograf Trajal Harrell erarbeitet Stück über Jugendstil Tanz-Ikone Loïe Fuller

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CIS –

Die Jugendstil-Tanzikone Loïe Fuller hat den amerikanischen Choreografen Trajal Harrell zu seiner neuen Arbeit CAEN AMOUR inspiriert, die vom 5. bis zum 7. Februar auf Kampnagel gezeigt wird. Einen ersten Einblick in seinen Arbeitsprozess gewährt Harrell am Donnerstag, den 21. Januar um 19Uhr im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Jugendstil.

Foto: Screenshot Kampnagel

Die große Utopie“. Die Tänzerin Loïe Fuller (1862 – 1928) entwickelte um die Jahrhundertwende eine neue Art des Bühnentanzes. In Abkehr von den narrativen Formen des Balletts, schuf sie Bewegung und Körperbilder, die für sich standen. Ihr Markenzeichen, der „Serpentinentanz“, für den sie mit eigens konzipierten langen Gewändern sowie Licht- und Filmprojektionen „Gesamtkunstwerke“ auf die Bühne zauberte, ist als Film in der Ausstellung zu sehen. In CAEN AMOUR lässt Harrell Loïe Fuller auf Tatsumi Hijikata treffen, der in der westlichen Welt vor allem als Begründer des Butoh-Tanzstils bekannt wurde. An der Schnittstelle von Tanz, Geschichte und Orientalismus fasziniert Harrell vor allem eines: der pure Drang zum Tanzen in einer Zeit, in der Kategorien für den Tanz erst noch erfunden werden mussten.



Er kreiert eine Kreuzung aus zeitgenössischer Hoochie-Koochie Show, Modenschau und Tanzlabor, Bühne und Laufsteg, historischem Abriss und musealem Artefakt. In seinen bisherigen Arbeiten scheute sich Trajal Harrell nie vor großen Emotionen im ansonsten minimalistischen Tanzbetrieb. Für seine »Twenty Looks«-Reihe, mit der er auch auf Kampnagel zu Gast war, entdeckte er den Tanzstil und die Attitude des Voguings neu und wurde dafür von Kritiker*innen und Publikum weltweit gefeiert.

Das Stück von Trajal Harrell läuft im Rahmen eines Tanz-Schwerpunktes auf Kampnagel, der am 4.Februar mit der deutschen Erstaufführung von GOLDEN HOURS [AS YOU LIKE IT] der belgischen Star-Choreografin Anne Teresa de Keersmaeker startet. Die Hamburger Tänzerin und Choreografin Jenny Beyer zeigt ebenfalls ab dem 4. Februar die Uraufführung ihrer neuen Arbeit GLAS.

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