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Christian Jankowski stellt aus Anlass des Jubiläums in den Hamburger Deichtorhallen aus


deichtorhallen

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Deichtorhallen Hamburg produziert der Künstler Christian Jankowski eine neue Arbeit unter dem Titel »Ungläubiges Glück«. Das Werk verbindet das epochale Ereignis des Mauerfalls mit der Eröffnung der Deichtorhallen Hamburg, die zufällig auf den gleichen Tag, den 9. November 1989 fiel. Die künstlerische Arbeit ist exklusiv nur am Jubiläumstag von 17-21 Uhr auf dem Deichtorhallen-Platz zu erleben.

Foto:Screenshot Homepage

»Ungläubiges Glück« ist als große Gesamtinstallation auf dem Platz zwischen den beiden Deichtorhallen angelegt. Die sich aktuell auf dem Deichtorhallen-Platz befindliche Baustelle wird zum integralen Bestandteil der Installation, die z.Zt. wegen Sanierungsarbeiten komplett umzäunte nördliche Deichtorhalle wird zum Sinnbild der ehemaligen DDR, der Bauzaun zur »Mauer«.

Am Bauzaun wird die bekannte Aussichtsplattform des Checkpoint Charlie in Berlin nachgebaut. Nur von hier aus wird man am 9. November einen Blick auf die 3-Kanal-Video-Installation hinter dem Zaun werfen können, in der kurze Statements von Menschen zu sehen sind, die den Deichtorhallen nahestehen - Ausstellungsbesuchern, Kuratoren, Kritikern, Sammlern, Politikern und Freunden. Die Protagonisten schildern, was Sie am 9. November 1989, an dem zufällig zeitgleich neben der Eröffnung der Deichtorhallen auch die Mauer fiel, erlebt haben. Collageartig werden in den Statements Worte wie »Mauerfall« und »Grenzöffnung« durch »Eröffnung« und »Deichtorhallen« ersetzt, so dass es zu unvorhergesehen Deutungen, Vermischungen der Ereignisse und Verschiebungen der Relevanz der beiden Ereignisse kommt.

Die filmischen Sequenzen sind mit Nachtsichtgeräten aus den unterschiedlichsten Perspektiven bei Dunkelheit gefilmt, was an Überwachungskameras oder Psychothriller denken lässt. Die Erinnerungen der Protagonisten kommen aus dem Dunkeln und sie befinden sich in einer Grenzsituation. Gleichzeitig ist dies aber auch eine Reminiszenz an den Titel der ersten Ausstellung der Deichtorhallen, »Einleuchten« von Harald Szeemann.

Die Eröffnung der Deichtorhallen 1989 wird durch die Arbeit »Ungläubiges Glück« maßlos mit Bedeutung aufgeladen, der Stellenwert der Ereignisse wird quasi vertauscht und kippt punktuell ins Fantastische und Überemotionalisierte. Gleichzeitig steht aber auch die ernsthafte Frage dahinter, was Kunst für den einzelnen Menschen bewirken kann, welche manchmal zentrale Rolle Begegnungen mit der Kunst einnehmen können. Hat die Kunst die Kraft, wie ein epochales historisches Ereignis zu wirken? Kann sie ebensolche Bewegungen in Gang setzten?

Die Arbeit »Ungläubiges Glück« von Christian Jankowski ist zusammen mit dem Eröffnungstag der Ausstellung »Secret Signs« in der Sammlung Falckenberg/Deichtorhallen Hamburg am 9. November 2014 der Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen zu »25 Jahre Deichtorhallen Hamburg«. Einen Rückblick auf 25 Jahre Ausstellungsgeschichte stellt die Website www.deichtorhallen25.de vor. Darauf sind auch Besucher aufgerufen, Fotos aus 25 Jahren Deichtorhallen zu posten. Ein Tag der offenen Tür mit besonderem Jubiläumsprogramm folgt im Frühjahr 2015 nach Abschluss der Sanierung der »Halle für aktuelle Kunst«.

 
25 JAHRE DEICHTORHALLEN HAMBURG

Am 9. November 1989 eröffnete mit der Ausstellung »Einleuchten« von Harald Szeemann das Kunstausstellungsprogramm der Deichtorhallen Hamburg. Seitdem sind die Deichtorhallen ein international renommierter Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst und Fotografie. Die beiden historischen Gebäude vom Beginn des 20. Jahrhunderts bestechen durch ihre offene Stahlglas-Architektur, die heute den Raum für spektakuläre internationale Großausstellungen im »Haus der Photographie« und in der »Halle für aktuelle Kunst« bieten. Seit 2011 werden die beiden Gebäude am Übergang von der Hamburger Kunstmeile zur Hafencity durch eine Dependance in Hamburg-Harburg mit der Sammlung Falckenberg ergänzt. Internationale künstlerische Positionen wurden seitdem in rund 90 Gruppen- und 120 Einzelausstellungen präsentiert. Seit 1989 wurden so mehr als 200 große Ausstellungsprojekte realisiert, die Werke von über 1.900 verschiedenen Künstlern präsentierten.

PM: Angelika Leu-Barthel



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