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Simone Young: Protokoll zehn erfolgreicher Jahre

Autor: Horst Schinzel am 20.07.2015

Simone

(Von Horst Schinzel) - In diesen Sommermonaten endete die Amtszeit der Hamburger Generalmusikdirektorin und Intendantin der Hamburgischen Staatsopern Simone Young. Für Hamburg, die Musik und das Theater waren es im Ganzen gute Jahre – auch wenn die Fachkritik bei weitem nicht alles gelobt hat, was die „Generalin“ an der Dammtorstraße hervorgebracht hat. Und es Jahre gedauert hat, bis sich die Hamburger Philharmoniker und deren Chefdirigentin zusammen gerauft haben. Die Musikerin ist nach Süd-England gezogen, wo sie künftig in der Nähe Ihrer Töchter freischaffend als Dirigentin arbeiten will.

Foto: Wikimedia - CC - Bertold Fabricius

Jetzt legt die Staatsoper in einem dickleibigen und gut ausgestatteten Protokollbuch Rechenschaft über diese zehn Jahre. Minutiös werden die Premieren und die Konzerte dieser Zeit aufgelistet. Neben diesen lexikalischen Angaben stehen umfangreiche Beiträge zur geleisteten Arbeit Simone Young legt noch einmal die Grundlagen ihrer Aufführungspraxis mit den Studien über die Original-Autografen dar. Über die Mitglieder des Ensembles und die Gäste wird ausführlich berichtet. Ein anderer Beitrag widmet sich den Hamburger Philharmonikern als Opern- und Konzertorchester. Breiten Raum nimmt die Nachwuchsarbeit des Opernelitestudios ein. Gewürdigt wird die Stellung der „Alten Musik“ im Repertoire ebenso wie die der zeitgenössischen Musik. Bemerkenswert eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Kritik für den Opernbetrieb. Im Anhang werden alle Sänger des Ensembles und alle Mitarbeiter des Hauses in dieser Zeit aufgelistet.

Staatsoper Hamburg (Herg): Die Staatsoper Hamburg unter Simone Young, mit einer CD mit Klangbeispielen, München 2015, Dölling und Glatz Verlag




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