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Unterbringung von Flüchtlingen wird in Hamburg immer schwieriger

Autor: CIS am 01.10.2015

Asyl

Gleich zwei Meldungen von NDR Info zum Thema Flüchtlinge flatterten uns heute morgen ins Haus. Und das hört sich nicht gut an für die Flüchtlinge. Kommen sie nun vom Regen in die Traufe? Vom Zelt ins Zelt, allerdings ohne bombardiert zu werden? Die Meldungen:

Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)  / pixelio.de

Flüchtlingslage in Hamburg spittz sich zu
In Hamburg spitzt sich die Flüchtlingslage weiter zu. Innensenator Michael Neumann verhandelt mit dem Besitzer einer Tennishalle, das Gebäude zu kaufen. Hamburgs Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge sind erschöpft. In der Harburger Poststraße mussten Flüchtlinge bereits im Freien übernachten, weil keine Räume und Betten mehr zur Verfügung stehen. In einer Not-Hilfsaktion wurden in der Nacht 200 Iraker, Syrer und Afghanen zum Schlafen in die Elternschule im Doormannsweg in Eimsbüttel gebracht. Vorwiegend sind es Familien, die vom Technischen Hilfswerk mit Decken und Schlafsäcken versorgt wurden. In der Zentralen-Erstaufnahme in Bergedorf versucht die Hamburger Polizei seit Mitternacht eine Schlägerei zwischen Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien zu schlichten. Drei Menschen sind verletzt worden. Wegen der angespannten Lage bleiben die Beamten vor Ort. Bereits gestern Vormittag waren die beiden Gruppen in dem ehemaligen Baumarkt an der Kurt-A.-Schumacher-Chaussee aneinander geraten und hatten für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Hamburger Flüchtlinge kommen in Tennishalle
In Hamburg werden die 500 Flüchtlinge, die gestern draußen schlafen mussten, noch heute Abend (Mittwoch) in einer Tennishalle untergebracht. Das sagte Innensenator Michael Neumann dem Radiosender NDR 90,3. Das Limit war erreicht und es ging nichts mehr. Die Innenbehörde musste zum ersten Mal seit Beginn der Flüchtlingskrise erklären, dass die Kapazitäten erschöpft sind. Die Folge: Hunderte Flüchtlinge schliefen in Harburg draußen vor der zentralen Registrierungsstelle. Neumann hat jetzt entschieden, die Flüchtlinge in einer Tennishalle unterzubringen - ohne vorher abschließend mit dem Eigentümer zu sprechen. Innensenator Neumann: "Ich habe dann heute am Rande der Bürgerschaft gegen 18.00 Uhr auch ohne die Zustimmung des Eigentümers beschlossen, die Fläche zu nutzen und habe gerade auch noch die Nachricht bekommen, dass das Unternehmen Globetrotter zusätzliche Isomatten zur Verfügung stellt, was ein weiterer Beitrag für tollen Hamburger Bürgersinn ist." Die Flüchtlinge werden mit HVV Bussen zur neuen Unterkunft gebracht. In der Bürgerschaft wurde quasi zeitgleich die neue Gesetzesregelung zur Beschlagnahmung von Gebäuden in erster Lesung mit den Stimmen der Rot-Grünen Koalition und der Linken beschlossen.

PM: Presse NDR 90,3


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