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Ausstellung: Plan VIa: Der Hamburger Freihafen

Autor: CIS am 23.02.2016

Freihafen

Mit dem Freihafen besaß Hamburg von 1888 bis 2012 ein Areal, das außerhalb des Zollgebietes Deutschlands lag. Dieses sogenannte "Zollausland" ermöglichte auf einer rund 16 Quadratkilometer großen Fläche beiderseits der Norderelbe einen Schiffs- und Warenverkehr frei von Zollformalitäten. Unternehmen konnten dort ihre Waren umschlagen, handeln und beliebig lange lagern. Zölle wurden erst bei Übertritt der Zollgrenze fällig. Außerdem siedelten sich im Freihafen industrielle Großbetriebe an, die dort ausländische Waren zollfrei verarbeiten und exportieren konnten.

Foto: Mario De Mattia

Die Handelskammer war an der Planung des Freihafens maßgeblich beteiligt. Unter ihrem damaligen Präses Arthur Lutteroth setzte sie sich vehement für die aufwendige Bauvariante "Projekt VIa" ein, die den Abbruch der Stadtviertel Kehrwieder und Wandrahm zugunsten stadtnaher Speicherflächen vorsah. Die Speicherstadt, die damals entstand, zählt heute zusammen mit dem Kontorhausviertel zum Unesco-Weltkulturerbe.

Am 1. Januar 2013 trat das "Gesetz zur Aufhebung des Freihafens Hamburg" in Kraft, und ganz Hamburg wurde Zollinland.

Schriftstücke, Bilder und Pläne aus dem Archiv der Handelskammer, aus der Commerzbibliothek und aus der Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv zeichnen in dieser Ausstellung die Geschichte des Freihafens nach. Ergänzt werden die historischen Bestände durch aktuelle Arbeiten des Hamburger Fotografen Michael Zapf. Er dokumentiert die Schönheit des ehemaligen Freihafens und die Veränderungen, die dieses Gebiet an vielen Stellen erfahren hat. Die Ausstellung ist am Montag-Abend eröffnet worden

Ausstellung
23. Februar bis 22. April 2016
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 16 Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen geschlossen

PM: HK Hamburg Kultur


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