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Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg trauert um Prof. Dr. Andreas E. Beurmann

Autor: CIS am 25.04.2016

Andreas

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) trauert um den Hamburger Musikwissenschaftler und Medienmanager Prof. Dr. Andreas E. Beurmann, der am 24. April 2016 im Alter von 88 Jahren verstarb. Mit ihm verliert das MKG einen langjährigen Freund und Förderer des Hauses. Mit dem Kauf eines italienischen Cembalos von 1579 legte Andreas Beurmann im Jahr 1953 den Grundstein für seine inzwischen weltberühmte Sammlung historischer Tasteninstrumente.

Foto: Presse Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Um deren Fortbestand zu sichern, überließ er zusammen mit seiner Frau Heikedine Körting-Beurmann im Jahr 2000 einen großen Teil der Sammlung dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Gleichzeitig ermöglichte die Hans Otto Schümann-Stiftung den Bau des nach dem Stifter benannten Schümann-Flügels, in dem über 60 ausgewählte Instrumente dauerhaft präsentieren werden: Cembali, Virginale, Spinette und Clavichorde aus der Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie Hammerflügel, Tafelklaviere und Pianos vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Die Sammlung umfasst dabei alle Bauformen besaiteter Tasteninstrumente von einem der weltweit ältesten überlieferten Cembali aus dem frühen 16. Jahrhundert bis zum modernen Konzertflügel der Gegenwart und zeichnet damit die Gesamtentwicklung dieser bedeutenden Instrumentengattung nach. Fast alle Instrumente sind zudem spielbar, so dass sich die Klangcharaktere unterschiedlicher Bautypen im Museum in unmittelbarem Vergleich erleben lassen.

Prof. Dr. Sabine Schulze, Direktorin des MKG: „Die Sammlung historischer Tasteninstrumente von Heikedine und Andreas E. Beurmann ist eine große Bereicherung unserer hauseigenen Musikinstrumentensammlung. Sie hat wichtige Impulse für ein äußerst lebendiges Musikleben in unserem Haus gesetzt und ist bei unseren Besuchern sehr beliebt. Für viele junge Nachwuchsmusiker bedeutet es eine große Freude und Ehre, auf den originalen Instrumenten spielen zu dürfen.“

Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, das Hamburger Konservatorium, die Deutsche Stiftung Musikleben, Jugend musiziert und verschiedene andere Veranstalter tragen mit regelmäßigen Konzerten, Wettbewerben, Prüfungen oder Lesungen zu einem regen musikalischen Leben im Museum bei. Regelmäßige musikalische Führungen und Ausstellungen rund um die Sammlung historischer Tasteninstrumente beleuchten immer wieder unterschiedliche Aspekte der Musikgeschichte.


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