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Hamburg - Der Kupfermarkt erholt sich

Autor: Horst Schinzel am 12.12.2014

Aurubis

(Von Horst Schinzel) - Der in Hamburg ansässige Kupferproduzent Aurubis war früher als Norddeutsche Affinerie bekannt. Das Unernehmen ist auf dem europäischen Markt führend. An diesem Freitag hat er das Geschäftsergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt.

Foto: Presse http://www.aurubis.com

Das für die Steuerung des Unternehmens maßgebliche operative Ergebnis vor Steuern (EBT) des Aurubis-Konzerns konnte Geschäftsjahr 2013114 deutlich 138 Mio. € gesteigert werden (Vj. 114 Mio. €). Davon wurden 63 Mio. € im vierten Quartal erwirtschaftet (Vj. -18 Mio. €). Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 19. März 2015 die Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € pro Aktie vorschlagen (Vj. 1,10 €). Die Ausschüttungsquote beträgt damit 51 % des Bilanzgewinns der Aurubis AG (Vj. 46 %) und entspricht der bisherigen Dividendenpolitik. Die Dividendenrendite auf Basis des XETRA-Schlusskurses per 30.09.2014 von 39,16 € beträgt 2,6 o/o (Yj.2,5 %).

lm Geschäftsjahr 2013/14 führten insbesondere eine gute Verfügbarkeit für Kupferkonzentrate mit steigenden Verarbeitungslöhnen sowie eine deutliche Nachfragebelebung, Vor allem bei unseren Hauptprodukten Gießwalzdraht und Stranggussformate, zu positiven Ergebniseinflüssen. Belastend wirkten sich schwache Altkupfermärkte mit erheblich niedrigeren Raffinierlöhnen, deutlich geringere Preise auf dem Weltmarkt für Schwefelsäure sowie gesunkene Metallpreise aus. Zudem beeinträchtigten der große Wartungs- und Reparaturstillstand in Hamburg (September/ Oktober 2013) und dessen Nachwirkungen die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres. lnsgesamt lag das Ergebnis unter den Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres.

,,Nach relativ schwachen Monaten in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres hat Aurubis Fahrt aufgenommen und eine gute Entwicklung gezeigt. Wir sind mit dem Jahresergebnis dennoch nicht zufrieden, denn unsere Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres waren deutlich positiver", erklärte Dr. Bernd Drouven, Vorsitzender des Vorstands von Aurubis.

Der Umsatz des Aurubis-Konzerns betrug 11.335 Mio. € (Vj. 12.346 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Metallpreise, insbesondere bei Edelmetallen, zurückzuführen. Der Netto-Cashflow lag bei 409 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahr (- 86 Mio. €). Beeinflussende Faktoren waren hier sowohl die Ergebnissteigerung als auch der Abbau von stillstandsbedingten Vorratsbeständen.

Auf Basis IFRS wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 58 Mio. € erzielt (Vj. -229 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis enthält im Gegensatz zum operativen Ergebnis u.a. Bewertungseffekte durch Kupferpreisschwankungen. Für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und für die Steuerung des Unternehmens ist für Aurubis daher das operative Ergebnis ausschlaggebend.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld wird auch im Geschäftsjahr 2014(15 von Unsicherheiten geprägt sein, die auf bestimmte Märkte von Aurubis, insbesondere die von Altkupfer und Schwefelsäure, auch kurzfristig einen Einfluss haben können.

Andere Märkte, zum Beispiel die für Kupferkonzentrat, folgen eher langfristigen Tendenzen. Dennoch deutet bereits zum heutigen Zeitpunkt einiges darauf hin, dass sich einzelne Bereiche im Gesamtjahr positiv entwickeln könnten: Wir gehen davon aus, in unserer Konzentratverarbeitung hohe Durchsätze bei guten Schmelz- und Raffinierlöhnen zu erzielen. Auch mit Altkupfer konnten wir uns bereits weitestgehend für das erste Halbjahr des neuen Geschäftsjahres zu verbesserten Bedingungen eindecken. lm Produktbereich spüren wir zwar leicht die jüngst entstandenen Unsicherheiten in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung in Europa, gehen jedoch für das Gesamtjahr von einer stabilen Absatzlage aus. Wie immer wird das erste Quartal von einem schwächeren Geschäftsverlauf geprägt sein. ,,Für das laufende Geschäftsjahr 20141'15 erwarten wir ein deutlich über dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis", fasste Dr. Bernd Drouven abschließend zusammen.

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Foto Klaus Mittelstädt


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