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Sperrung der Süderelbbrücke in Richtung Süden für weitere Messungen

Autor: CIS am 15.01.2015

Am Sonntag, den 18.01.2015 ab 9 Uhr muss die Süderelbbrücke (A1) wegen Vermessungsarbeiten für voraussichtlich 10 Stunden in Richtung Süden gesperrt werden. Der Verkehr aus der Innenstadt wird ab dem Autobahnkreuz Hamburg-Süd über die Wilhelmsburger Reichsstraße umgeleitet, und der Verkehr aus Richtung Lübeck/Berlin wird ab der Anschlussstelle Stillhorn über Kornweide, A253 und Neuländer Straße zur Auffahrt HH-Harburg umgeleitet.

Sperrung der Süderelbbrücke in Richtung Süden für weitere Messungen


Senator Frank Horch: „Auf Basis der ermittelten Daten werden wir zügig das Sanierungskonzept entwickeln. Für die Behinderungen am Sonntag bitte ich alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Es gibt auch eine gute Nachricht: ein zusätzlicher Fahrstreifen Richtung Süden wird ab Sonntagabend nach Aufhebung der Sperrung für einen besseren Verkehrsfluss sorgen.“


Derzeit sind zwei Fahrstreifen je Richtung eingerichtet, ab Sonntagabend dann zwei Streifen Richtung Norden, drei Streifen Richtung Süden.


Am 11.12.2014 rammte ein Binnenschiff die Brücke. Seitdem laufen umfassende Untersuchungen zur Erfassung der Schäden und deren Auswirkungen auf das Tragvermögen der Brücke. Die Untersuchungsergebnisse bilden die Basis für die Entwicklung eines Instandsetzungskonzeptes. Festgestellt wurden bislang erhebliche Deformationen an einem der beiden 4,5 Meter hohen stählernen Hauptträger der Brücke und von etwa der Hälfte aller Querträger, die zudem durch den Anprall vom Hauptträger abgerissen sind. Diese Schäden schwächen die Konstruktion erheblich. Das führt u.a. zu Schwingungen der Brücke, die ein genaues 3D-Aufmaß des schadhaften Bauwerkes verhindern.


Die Sperrung am kommenden Sonntag sorgt für eine schwingungsfreie Brücke, so dass die genauen Aufmaße erfolgen können, die für die Schadensberechnung und die Vorbereitung der Instandsetzungsarbeiten unbedingt erforderlich sind.

Unsere Fachleute gehen nach heutigem Kenntnisstand davon aus, dass der deformierte Hauptträger nicht mehr gerichtet werden kann. Eine vollständige Erneuerung der Trägers würde zu sehr umfangreichen Bauarbeiten und sehr langen Verkehrsbehinderungen führen. Insofern ist folgendes Grundkonzept für eine Instandsetzung derzeit am wahrscheinlichsten: Zug um Zug werden die abgerissenen Querträger ersetzt. Der geschädigte Hauptträger wird durch aufgeschweißte Elemente verstärkt.

PM: Stadt Hamburg Pressedienst


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