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„Die Hamburger Sindbadauken“ – Neue Jugendoper

Autor: Horst Schinzel am 15.02.2015

Staatsoper

(Von Horst Schinzel) - Seit vierzehn Jahren dürfen in Hamburg junge Musikfreunde eine jugendgemäße Oper gestalten, die dann im Februar in der „Opera Piccola“ der Hamburgischen Staatsoper aufgeführt wird. In diesen Vorfrühlingstagen ist dort das Ergebnis der voran gegangenen Probenphase zu sehen. Nach einem Textbuch von Francis Hüser hat der Komponist Benjamin Gordon mit einem Dutzend Schülern der Jahrgänge 8 bis 10 der Grund- und Stadteilschule Alter Teichweg eine abenteuerliche Geschichte um das Seeräuber-Milieu erarbeitet.

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Bundesarchiv, B 145 Bild-F004310-0003 / Unterberg, Rolf / CC-BY-SA

Es ist die Geschichte von Jugendlichen, die auf einem Floß die Elbe hinab fahren hinaus auf die hohe See und bis zu ihrer Heimkehr an den Landungsbrücken viele Abenteuer bestehen müssen mit Seeräubern, Menschenfressern und einer Zauberin aus der griechischen Mythologie. Sogar die Bürger des untergegangenen Rungholt treten auf Gordons Musik ist gemäßigt modern mit einigen sehr schönen Abschnitten – jedenfalls sangbar für Kinder und Jugendliche.

Der Komponist Benjamin Gordon hat die Jugendoper-Reihe von Anfang an begleitet und war die letzten Jahre Dirigent. Aber die „Sindbadauken“ sind seine erste Jugendoper, für die er eigens ein eigenes Instrumentarium erdacht hat. Den Text schrieb Operndirektor Francis Hüsers. Regisseurin Nicola Panzer, Bühnenbildner Robert Pflanz und Kostümbildnerin Kirsten Fischer setzen bewusst auf den Spaßfaktor. Und der wird umgesetzt mit Kindern und Jugendlichen aus Hamburg und Umgebung. Die haben zum Teil bereits Bühnenerfahrung. Möglich wird das durch die Unerstützung der Hamburger Sparkasse und der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper.

Die Aufführung überzeugt mit Spielwitz und musikalischer Heiterkeit. Die jungen Mitwirkenden gestalten ihre Rollen mit großem Einsatz. Allerdings haben sie mitunter Schwierigkeiten, sich gegen das recht laute Orchester – in dem gleichfalls Jugendliche spielen - durchzusetzen. Alle Rollen- auch das Orchester – sind alternierend besetzt. Da verbietet es sich, einzelne Leistungen namentlich zu benennen. Auf jeden Fall sind einige Stimmen zu hören, die zu großen Hoffnungen Anlass geben und sicher noch eine große Entwicklung erwarten lassen.

Das weitgehend kindliche und jugendliche Publikum verfolgt die von uns besuchte Aufführung begeistert und umjubelt alle Mitwirkenden.

 

Weitere Aufführungen
Bis 1. März freitags um 18 Uhr, sonnabends um 14.30 und 18 Uhr, sonntags um 16 Uhr

 

 


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staatsoper hamburg

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