
(CIS-intern) – Sonne und warme Temperaturen zählen für viele Menschen zu den schönsten Seiten des Sommers. Für die Haut bringt die warme Jahreszeit jedoch zusätzliche Belastungen mit sich. Besonders Gesicht, Hals und Dekolleté bleiben häufig unbedeckt und sind dadurch regelmäßig ultravioletter Strahlung ausgesetzt. Wirksamer Sonnenschutz sollte sich daher nicht auf das Eincremen am Strand beschränken, sondern fester Bestandteil des Alltags sein. Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Schutzmaßnahmen und einer auf die Jahreszeit abgestimmten Hautpflege. Wer die UV-Belastung konsequent reduziert und seine Haut gezielt unterstützt, kann Sonnenbränden, vorzeitiger Hautalterung und langfristigen Hautschäden wirksam vorbeugen.
UV-Strahlung belastet die Haut auch ohne Sonnenbrand
Sichtbare Rötungen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Haut zu viel UV-Strahlung ausgesetzt war. Doch auch ohne Sonnenbrand können Schäden entstehen. Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes summiert sich die UV-Belastung im Laufe des Lebens. Selbst Strahlung, die zunächst keine sichtbaren Beschwerden verursacht, trägt zur Gesamtbelastung der Haut bei. Langfristig kann eine intensive UV-Einwirkung die Hautalterung beschleunigen und unter anderem Pigmentveränderungen, Trockenheit, Falten sowie einen Verlust an Elastizität begünstigen. Ferner zählt UV-Strahlung zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Hautkrebs. Sonnenschutz sollte deshalb nicht erst beim geplanten Freibad- oder Strandbesuch eine Rolle spielen. Auch Spaziergänge, Gartenarbeit, Sport, Mittagspausen im Freien oder längere Aufenthalte im Straßencafé gehen mit UV-Exposition einher.
Während Gesicht und Hals meist automatisch berücksichtigt werden, geraten Haaransatz, Ohren, Nacken und Dekolleté leicht in Vergessenheit. Gerade die empfindliche Haut am Dekolleté verdient besondere Aufmerksamkeit: Mit zunehmendem Alter nehmen Feuchtigkeitsgehalt und Elastizität der Haut ohnehin allmählich ab – häufig macht sich dieser Prozess bereits ab etwa dem 30. Lebensjahr bemerkbar. An der dünnen, zarten Haut des Dekolletés können sich dadurch leichter feine Linien und Falten bilden. Neben intensive oder ungeschützte Sonneneinstrahlung können sogar bestimmte Schlafpositionen die Hautveränderungen begünstigen. Wer Falten am Dekollete reduzieren möchte, kann unter anderem eine Mesotherapie als kurmäßige Behandlung in Erwägung ziehen.
Sonnencreme wirkt nur bei konsequenter Anwendung
Der Lichtschutzfaktor auf der Verpackung allein entscheidet nicht darüber, wie zuverlässig ein Sonnenschutzmittel im Alltag schützt. Ebenso wichtig sind eine ausreichende Auftragungsmenge, eine gleichmäßige Verteilung und regelmäßiges Nachcremen. Fachleute empfehlen Erwachsenen mindestens Lichtschutzfaktor 30. Bei hoher UV-Belastung, etwa im Hochsommer, kann Lichtschutzfaktor 50 oder höher sinnvoll sein. Zudem sollte das Produkt sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlung schützen. Während UV-B-Strahlen maßgeblich an der Entstehung von Sonnenbrand beteiligt sind, trägt auch UV-A-Strahlung zu vorzeitiger Hautalterung und langfristigen Hautschäden bei.
Der Krebsinformationsdienst nennt als Richtwert etwa zwei Milligramm Sonnenschutzmittel pro Quadratzentimeter Haut. Wird deutlich weniger aufgetragen, kann der auf der Verpackung angegebene Schutzfaktor in der Praxis unterschritten werden. Regelmäßiges Nachcremen ist deshalb wichtig, insbesondere nach dem Baden, Abtrocknen oder starkem Schwitzen. Es stellt den Schutz wieder her, verlängert die mögliche Aufenthaltsdauer in der Sonne jedoch nicht beliebig. Sonnencreme sollte daher nicht als Freifahrtschein für stundenlange direkte Sonneneinstrahlung verstanden werden.
Zusätzlichen Schutz bieten geeignete Kleidung und eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe, die Gesicht, Ohren und Nacken möglichst gut abschirmt.
Leichte Pflege unterstützt die Hautbarriere an heißen Tagen
Neben dem Schutz vor UV-Strahlung spielt im Sommer auch die passende Hautpflege eine wichtige Rolle. Wärme, Schweiß, häufiges Duschen und Aufenthalte in klimatisierten Räumen können die Haut zusätzlich beanspruchen. Häufig eignen sich in der warmen Jahreszeit leichte, feuchtigkeitsspendende Formulierungen besser als sehr reichhaltige Cremes. Inhaltsstoffe wie Glycerin, Hyaluronsäure oder Panthenol können dabei helfen, Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren und die Hautbarriere zu unterstützen.
Nach einem längeren Aufenthalt im Freien kann eine milde Reinigung außerdem Schweiß, Sonnenschutzmittel und Verschmutzungen entfernen. Auf aggressive Peelings oder stark reizende Pflegeprodukte sollte bei bereits sonnenstrapazierter oder geröteter Haut dagegen besser verzichtet werden.
Foto: Gemini
Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss man Sonnencreme im Sommer nachcremen?
Als Faustregel gilt: alle zwei Stunden nachcremen, bei Schwimmen oder starkem Schwitzen sogar häufiger. Viele tragen zu wenig Creme auf, ein Esslöffel voll wird allein für das Gesicht und den Halsbereich empfohlen. Wer zu sparsam cremt, verliert einen Großteil des angegebenen Lichtschutzfaktors.
Welcher Lichtschutzfaktor ist für Gesicht und Dekolleté im Sommer empfehlenswert?
Für den Alltag eignet sich ein LSF von mindestens 30, bei intensiver Sonne oder hellem Hauttyp sollte es LSF 50 sein. Wichtig ist zudem, dass die Sonnencreme wasserfest formuliert ist, da Schwitzen den Schutz sonst schnell reduziert. Mineralische Filter sind für empfindliche Bereiche wie das Dekolleté oft besser verträglich als chemische Filter.
Was kann man gegen bereits bestehende Falten am Dekolleté tun?
Sonnenschutz verhindert weitere Schäden, kann bestehende Längsfalten am Dekolleté aber nicht mehr rückgängig machen. Für sichtbare Ergebnisse setzen spezialisierte Kliniken auf gezielte Behandlungsmethoden, die die Hautstruktur straffen und Falten glätten. Bei Schönheitsklinik Dr. Funk lässt sich professionell Falten am Dekollete reduzieren, individuell abgestimmt auf den jeweiligen Hautzustand.
Welche Ernährung unterstützt die Haut zusätzlich beim Sonnenschutz von innen?
Beta-Carotin aus Karotten, Aprikosen oder Süßkartoffeln kann die Hautzellen widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung machen. Auch Vitamin C und E wirken als Antioxidantien und unterstützen die Reparaturprozesse der Haut nach Sonnenexposition. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls entscheidend, da trockene Haut anfälliger für Schäden durch UV-Licht ist.
Zu welcher Tageszeit ist die UV-Belastung im Sommer am höchsten?
Zwischen 11 und 15 Uhr erreicht die UV-Strahlung ihren Höhepunkt, hier sollte direkte Sonneneinstrahlung möglichst gemieden werden. Auch an bewölkten Tagen kann die UV-Belastung noch erheblich sein, da Wolken UV-Strahlen nur teilweise abschirmen. Wer draußen aktiv sein möchte, plant Sport oder längere Aufenthalte besser in die Morgen- oder Abendstunden.




