Seefahrtgeschichte auf neun Decks: Impressionen aus dem Maritimen Museum Hamburg

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Redakteur
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(CIS-intern) –  Mitten in der historischen Speicherstadt und der modernen HafenCity ragt der Kaispeicher B empor, Hamburgs ältestes noch erhaltenes Speichergebäude. Doch hinter den dicken Backsteinmauern lagern längst keine Gewürze oder Kaffeesäcke mehr, sondern eine der weltweit faszinierendsten Sammlungen zur Seefahrt: das Internationale Maritime Museum.

Bei meinem Rundgang durch die neun Ausstellungsdecks („Decks“ statt Stockwerke) kam die Kamera kaum zur Ruhe. Die Mischung aus maritimer Technik, filigranem Handwerk und jahrhundertealter Geschichte bietet an jeder Ecke neue, spannende Motive.

Was mich besonders begeistert hat:

  • Filigrane Miniaturwelten: Die schiere Masse und Präzision der Schiffsmodelle, vom winzigen Maßstab 1:1250 bis hin zu riesigen, detailgetreuen Konstruktionen aus Holz, Metall oder sogar Knochen, ist atemberaubend. Man kann sich minutenlang in den kleinsten Takelagen und Deckdetails verlieren.

  • Navigation & Seemannshandwerk: Historische Kompasse, Sextanten, alte Seekarten und die Entwicklung von der mechanischen Zeitmessung bis zur modernen Satellitennavigation zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Mut, Erfahrung und Technik die Meere bezwungen wurden.

  • Historische Atmosphäre: Das Gebäude selbst setzt die Exponate perfekt in Szene. Die urigen Holzbalkendecken und gusseisernen Stützen des alten Speichers harmonieren wunderbar mit den Vitrinen und Großexponaten.

Für Seefahrt-Begeisterte, Modellbauer und Fotofreunde ist das Museum eine echte Schatztruhe.

Fotos: Mario De Mattia