Otto Group bleibt auch in schwierigem Umfeld auf Wachstumskurs

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Redakteur
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Klaus Mittelstädt –

• Umsatz steigt auf vergleichbarer Basis um 3,5 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro
• Onlineumsätze wachsen auf vergleichbarer Basis um 4,5 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro
• Fokussierte Wachstumsstrategie zahlt sich aus, Fokusunternehmen wie die Einzelgesellschaft OTTO performen überdurchschnittlich
• Hohe Investitionen in E-Commerce-Plattform von OTTO und logistische Infrastruktur
• EBIT geht aufgrund externer Faktoren und hoher Investitionen auf 222 Millionen Euro zurück
• Erfolgreicher Kulturwandel und werteorientierte Unternehmensführung stärken Otto Group als europäische Alternative im Onlinegeschäft

Foto: GeorgHH [Public domain], via Wikimedia Commons

Die internationale Handels- und Dienstleistungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2018/19 (28. Februar) ihren Wachstumskurs fortsetzen und einen Umsatz von 13,4 Milliarden Euro erzielen. Das entspricht einem Zuwachs auf vergleichbarer Basis um 3,5 Prozent. Nominal liegt der ausgewiesene Umsatz aufgrund von Sondersachverhalten1 unter dem Vorjahr. Die Umsätze im besonders bedeutenden E-Commerce konnten auf vergleichbarer Basis um 4,5 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro gesteigert werden, in Deutschland um 5,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.

Das leicht unterplanmäßige Umsatzwachstum ist insbesondere auf den ungewöhnlich heißen und langen Sommer in Europa zurückzuführen, der den gesamten Textil- und Möbeleinzelhandel erheblich negativ beeinflusst hat. Zudem hat der bewusste Rückzug einzelner Konzepte der Otto Group aus dem russischen Markt das Umsatzwachstum beschränkt.

Die externen Faktoren und die hohen Investitionen insbesondere in die Weiterentwicklung von otto.de zu einer E-Commerce-Plattform sowie in die logistische Infrastruktur des Konzerns haben dazu geführt, dass die wesentliche Ergebniskennziffer EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von zuvor 388 auf 222 Millionen Euro zurückgegangen ist.

„Das zurückliegende Geschäftsjahr war nicht nur von einem schwierigen Marktumfeld gekennzeichnet, sondern auch von hohen Investitionen und großen Fortschritten bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsmodelle“, sagt Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group. „Auch wenn wir die angestrebte Wachstumsquote nicht vollständig erreichen konnten, bleiben wir auf Kurs und verfolgen weiter unsere ambitionierten Wachstums- und Ertragsziele.“

Entsprechend der vor zwei Jahren beschlossenen Wachstumsstrategie investiert die Otto Group äußerst fokussiert in Konzerngesellschaften mit besonders vielversprechenden Wachstums- und Ertragsperspektiven. Im Segment Multichannel-Einzelhandel sind dies die Konzerngesellschaften OTTO, Bonprix, Crate and Barrel, die Mytoys-Gruppe sowie die Witt-Gruppe. Daneben bleibt das Start-up About You ein maßgeblicher Zukunftstreiber, der aufgrund der Einbeziehung externer Investoren im Konzernabschluss als Beteiligung bilanziert wird. Im Segment Service ist es Hermes Europe und im Segment Finanzdienstleistungen die EOS Gruppe.

Diese Fokusunternehmen stehen für rund 80 Prozent der Konzernumsätze und konnten im zurückliegenden Geschäftsjahr in Summe den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 6,1 Prozent steigern. „Dies zeigt, dass wir unseren Investitionsschwerpunkt richtig gelegt haben und mit den Fokusunternehmen sowohl ein überdurchschnittliches Wachstum erzielen als auch zukünftig wieder eine bessere Rendite erwirtschaften“, betont Alexander Birken.

Europäische Alternative im Onlinehandel

Bei allem Wandel in der digitalen Welt hält die Otto Group an ihren europäisch geprägten Werten fest und sieht darin einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den global dominierenden Playern aus den USA und zunehmend auch aus China. „Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass unsere Kunden es sehr schätzen, wenn wir bei unseren Geschäftstätigkeiten europäische Werte wie den sozialen Ausgleich, Schutz der Privatsphäre, Rechtsstaatlichkeit und insbesondere auch Nachhaltigkeit nicht über Bord werfen, sondern uns als einen Teil der Gesellschaft betrachten und unsere Geschäfte verantwortungsvoll gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt betreiben“, sagt Alexander Birken. „Deshalb freue ich mich insbesondere, dass wir große Fortschritte bei der Umsetzung unserer CR-Strategie erzielen konnten.“ So stieg beispielsweise der Anteil nachhaltiger Baumwolle bei Eigen- und Lizenzmarken auf 93 Prozent. Bereits im nächsten Geschäftsjahr soll ausschließlich nachhaltige Baumwolle verarbeitet werden. Bei Möbeln stammen 59 Prozent der Produkte aus nachhaltiger Holzbewirtschaftung (FSC®). Diese Quote soll bis 2025 auf 100 Prozent steigen.

Ausblick „Das neue Geschäftsjahr ist im Rahmen unserer Erwartungen angelaufen, wir planen mit einem höheren Umsatzwachstum als im Vorjahr und einem leicht verbesserten operativen Ergebnis“, sagt Alexander Birken. „Dabei setzen wir unsere zukunftsträchtigen Investitionen fort und treiben die Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle auf allen Ebenen voran. Und wir sind überzeugt, dass wir mit unserer ausgeprägten Werteorientierung eine echte europäische Alternative im globalen Onlinehandel darstellen, die von unseren Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern honoriert wird.“

Hamburg, 22.05.2019

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