Das zahlt der Staat, wenn die Wohnung barrierefrei umgebaut werden muss

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Redakteur
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(CIS-intern) – In der Regel gilt, dass bestehende Häuser und Wohnungen weder auf Pflegebedürftigkeit noch auf Behinderung ausgerichtet sind. Oftmals wird in jüngeren Jahren noch nicht daran gedacht, dass im Alter Mobilität, wie auch Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sein können. Wenn es dann so weit ist, muss man erkennen, dass die Wohnräume den neuen Bedingungen angepasst werden müssen.

Kostenintensive Umbauten

Zumeist sind die erforderlichen Umbaumaßnahmen, um Wohnräume behindertengerecht oder barrierefrei zu gestalten, mit hohen Kosten verbunden. Daher sollte jede Möglichkeit genutzt werden, an Zuschüsse bzw. Förderungen oder auch zinsgünstige Kredite heranzukommen. Welche Fördermöglichkeiten und Anlaufstellen gibt es? Wo kann man was erhalten und was genau bezuschusst der Staat?

Welche Zuschüsse und Fördergelder gibt es für die Wohnungsanpassung?

Immer mehr Menschen sind wegen einer Behinderung bewegungseingeschränkt oder pflegebedürftig. Doch in Deutschland gibt es nach wie vor zu wenig barrierefreien oder barrierearmen Wohnraum.

Damit Menschen mit Handicap möglichst lange allein oder auch im Kreis der Familie wohnen können, gibt es verschiedene Programme, die barrierefreies Bauen oder Modernisieren, fördern. Zu unterscheiden ist hier zwischen Darlehen und Zuschüssen.

Was bedeutet dies konkret für Hamburg?

Die beste Anlaufstelle in Hamburg bei allen Fragen rund um Hilfsmittelberatung, Wohnraumanpassung und barrierefreie Bauberatung ist der Verein Barrierefrei Leben e.V. am Alsterdorfer Markt. Ist es notwendig, eine bestehende Wohnung infolge einer Erkrankung oder Behinderung umzubauen, ist die Beratung beim Verein sehr hilfreich.

Wer als Kostenträger für eine Finanzierung oder Bezuschussung infrage kommt, ist abhängig von den Lebensumständen des Einzelfalls. Unser Sozialsystem ist zwar gut, doch leider auch unendlich kompliziert und so spielt die Ursache einer Behinderung eine ganz entscheidende Rolle und mehrere Kostenträger können zuständig sein, hier eine kleine Auswahl:

Gesetzliche Unfallversicherung

Einfach ist die Situation bei Menschen, die aufgrund eines Arbeitsunfalls oder Berufskrankheit eine Behinderung davontragen. Die gesetzliche Unfallversicherung, also die Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen, tragen alle Kosten, die für einen Umbau benötigt sind. Und das unabhängig vom Vermögen oder Einkommen der jeweils versicherten Person.

Hamburgische Investitions- und Förderbank

Die Förderbank unterstützt Maßnahmen nach der Vorschrift DIN 18040-2. Sie gewährt Zuschüsse zwischen 3.000 und 15.000 Euro. Dabei sind mehrere Stufen an Einkommensgrenzen von Wohneigentümern zu berücksichtigen.

Die IFB Hamburg bezuschusst den erstmaligen Umbau zu einer barrierefreien Wohnung pauschal für einzelne Maßnahmen-Module. Dies können sein:

– Herstellung einer Rampe für Rollstühle
– Einbau eines Treppenlifts von Treppenlift Hamburg
– Verbreiterungen von Türen sowie den Einbau von Schiebetüren oder Drehflügeltüren
– Schwellenfreie Höhenanpassungen oder Zugänge
– Herstellung barrierefreier Küchen und Bäder
– Änderungen des Grundrisses
– Rollstuhlgaragen

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die KfW fördert vor allem Mieter mit Einverständnis des Vermieters und private Eigentümer, auch Eigentümergemeinschaften, die das Eigentum vermieten oder selbst bewohnen bzw. eine neu barrierefrei umgebaute Wohnung oder Eigenheim kaufen. Gefördert werden können auch Vermieter wie Genossenschaften, Unternehmen oder Kommunen.

Das entsprechende Förderprogramm Nr. 455-B bewilligt nicht rückzahlbare Zuschüsse in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent der förderungsfähigen Umbaukosten bis maximal 50.000 Euro und die mindestens 2.000 Euro betragen müssen. Zuschüsse unterhalb von 2000 Euro werden nicht gewährt und ausgezahlt.

Fazit

Sich in unserem Sozialsystem zurechtzufinden, ist nicht einfach. Daher ist durchaus ratsam, sich entsprechende Stellen zu wenden, die einem beratend zur Seite stehen können. Im Beispiel von Hamburg der Verein am Alsterdorfer Markt.

Bild von u_n35ey1u0 auf Pixabay

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